Psychogene Effekte

Darunter versteht man Effekte, die durch die Massage auf den Gemütszustand erzielt werden.

 

Die psychogene Wirkung ist eine der wichtigsten Effekte der Massage. Sie führt zu einer allgemeinen Entspannung und Gelockertheit. Die Massagetherapie wird von der Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert, da sie meist zusammen mit positiver Wirkung und fehlenden Nebenwirkungen assoziiert wird. Die meisten Patienten empfinden sie als angenehm und vertrauen ihr. Die positive Wirkung der Massage beeinflusst selbst wieder die meisten anderen erwähnten Effekt wie z.B. die Regulierung des Muskeltonus, die Schmerzhemmung, die Hemmung des Sympathikus sowie über den Abbau von Stresshormonen eine gesteigerte Wundheilung und verbesserte Immunität.

 

Das Gefühl der Entspannung und des Sich-Wohlfühlens nach einer Massagebehandlung wird im Gehirn über das limbische System vermittelt. Von hier aus wird wiederum der Hypothalamus beeinflusst und die Ausschüttung der Stresshormone Kortisol und Adrenalin kontrolliert. Die Entspannung vermindert den Muskeltonus und die Aktivität des Sympathikus, dadurch werden Schmerzen weniger stark wahrgenommen und der Allgemeinzustand insgesamt gebessert.

 

Studien von T. Field (2014) ergaben folgende Ergebnisse:

  • Nach einer Massage wird die Blutzirkulation in Hirnarealen, die für Depression und Stressregulation verantwortlich sind, gesteigert. Somit können Massagen als begleitende Therapien bei psychischen Erkrankungen mit Angstsymptomatik eingesetzt werden.
  • Zusätzlich sinkt das bei Depression oft erhöhte Kortisollevel und die Serotonin- und Dopaminlevel steigen an, die aktivierend und stimmungsaufhellend wirken.
  • Das Hormon Oxytocin ruft im Körper weiter Gefühle wie Liebe, Vertrauen und Ruhe hervor.

Quintessenz aller Studien ist, dass Massage die depressive Stimmung, die Ausprägung der Angst und die Stresshormonspiegel vermindert.