Biochemische Effekte

Darunter versteht man Effekte, die durch die Freisetzung von Entzündungsproteinen, Endorphinen und Serotonin erzielt werden.

 

Die Behandlung der Gewebe mit verschiedenen Massagetechniken bewirkt als weiteren Effekt eine Freisetzung verschiedener Proteine. Masssagetechniken wie die Friktionen, insbesondere die Querfriktionen, führen zu einer (minimalen) Verletzung des Gewebes. Einzelne Zellen werden geschädigt, wodurch verschiedene Substanzen (Entzündungsmediatoren) freigesetzt werden.

 

Eine Substanz ist dabei das Histamin, ein Entzündungsmediator, für dessen Freisetzung bereits allein der mechanische Reiz durch die Massage ausreichend ist. Die Wirkung zeigt sich in der Erweiterung der Kapillaren und Arteriolen sowie der Permeabilitätssteigerung der Gefässwände. Reibt man z.B. die Haut des Unterarms etwas stärker, so treten an den entsprechenden Stellen Rötungen und evtl. auch Schwellungen auf. Das Ganze wird meist von einer leichten Überwärmung und einem mässigen Juckreiz begleitet. All diese klinische Zeichen finden ihre Ursache in der Ausschüttung von Histamin. Es bewirkt eine Steigerung der Hautdurchblutung durch Erweiterung der Arteriolen und eine Eröffnung ruhender Kapillaren. Die über diesen Weg ausgelöste Rötung hält ca. 20-30 Minuten an. Weitere Effekte anderer biochemischer Prozesse können sein:

  • Steigerung der Durchblutung durch Erweiterung der Gefässe (sind dadruch verantwortlich für die rasche Hyperämie nach einem Entzündungsreiz)
  • Schmerzlinderung durch schmerzhemmende Endorphine (ihre Freisetzung wird ebenfalls gesteigert durch Akupunkturbehandlungen und bei körperlicher Betätigung)
  • Verbesserung des Gemütszustands durch Ausschüttung Serotonin, das antidepressiv, antriebssteigernd und angstlösend wirkt.